

Das Problem der Schulverweigerung lässt sich quantitativ nur schwer zuverlässig einordnen. Die Entwicklung einer Schulverweigerung hat vielfältige Gründe, der fehlende Abschluss am Ende der Schulzeit in der Regel schwerwiegende und nachhaltig negative Folgen. Junge Menschen ohne Schulabschluss sind gerade in der heutigen Zeit mit einem erhöhten Risiko der Jugendarbeitslosigkeit konfrontiert.
Das Projekt richtet sich an Jugendliche, die im Unterricht abschalten, Schwierigkeiten haben sich zu konzentrieren und zu organisieren, sich an Anordnungen zu halten oder den Schulgang total verweigern. Unter Einbeziehung der Eltern findet für die betroffenen Schüler in Absprache mit den Lehrkräften und mit Unterstützung von Familientherapeuten ein ergänzender Unterricht in Familienklassen statt. Die Eltern werden ganz bewusst mit einbezogen, um sie in ihrer Erziehungsverantwortung zu stärken und sie für die Probleme ihrer Kinder zu sensibilisieren. Auch sollen auf diese Weise soziale und familiäre Probleme, die der Schulverweigerung zu Grunde liegen, aufgearbeitet werden.
Das Projekt strebt eine nachhaltige Senkung des Anteils Jugendlicher ohne Schulabschluss an und konnte bisher nach eigenen Angaben sehr gute und nachweisbare Erfolge verzeichnen. Der Bremer Fonds beteiligt sich an der Finanzierung von „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ für das Jahr 2010. Koordiniert wird das Projekt in Bremen von der WaBeQ gGmbH.
Ziel des Projektes „Die 2. Chance“ ist die Re-Integration der schulvermeidenden Schülerinnen und Schüler in das Regelschulsystem, der regelmäßige Besuch der Schule und das Erlangen eines Schulabschlusses.