Förderung von Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Stadtteilen
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Präventives Gruppenprojekt für Kinder aus (sucht-) belasteten Familien

Rund 15 bis 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland wachsen in Familien auf, in denen die Eltern süchtig nach Alkohol oder anderen Drogen sind. Viele dieser Kinder werden vom bestehenden Hilfesystem nicht erreicht, obwohl sie die familiäre Situation sehr belastet. Ca. 30 % der Kinder entwickeln später eine eigene Suchterkrankung.

In Bremen-Nord gibt es seit vier Jahren ein präventives Gruppenprojekt für Kinder aus Suchtfamilien. Die Gruppe arbeitet mit der Methode der Marionettentheaterarbeit, weil diese ganz besonders geeignet ist, um neue Verhaltenweisen spielerisch auszuprobieren und einzuüben. Die Marionetten sind ein Schutz. Die Kinder müssen nicht körperlich auf einer Bühne agieren und sich vom Publikum anstarren lassen, sondern erleben sich als unsichtbare Lenker ihrer Puppen. Die Kinder geben den Puppen ihre Stimme. Das verlangt von ihnen Mut und Konzentration. Die Sprach- und Sprechförderung ist hier ein wichtiger Bestandteil der Projektarbeit. Zudem wird soziales Verhalten in der Gruppe trainiert und die Kinder haben die Möglichkeit, Probleme in der Familie zu thematisieren.

Projekt Suchtprävention Projekt Suchtprävention

Jeweils ein knappes Schuljahr wird wöchentlich mit sechs Kindern im Alter von 9-12 Jahren zusammen gearbeitet. Der Bremer Fonds fördert das Projekt seit Ende der Herbstferien bis Juli 2010. Zum Schuljahresende sind alle Kinder zu einem Team mit großem Vorhaben verschmolzen: der Aufführung vor Mitschülerinnen und Mitschülern, Lehrkräften und Eltern!

Bremer Fonds e.V. - Hermine-Seelhoff-Str. 1-2 - 28357 Bremen