

Aktuelle Studien in Bremen zeigen, dass Kinder aus Familien in sozialen Risikolagen das Schwimmen erst spät oder zum Teil gar nicht erlernen. Obwohl es in Bremen für Kinder zahlreiche Möglichkeiten gibt, Schwimmen zu lernen, ist die Nichtschwimmerquote bei Kindern und Jugendlichen aus strukturschwachen Stadtteilen alarmierend hoch. Die betroffenen Kinder sind von einem bedeutenden Teil der Freizeitgestaltung ausgeschlossen. Zudem ist ihre Sicherheit und Gesundheit gefährdet: Immer wieder ertrinken Kinder beim Spielen an Seen oder Flüssen, weil sie nicht schwimmen können.
Ob ein Kind schwimmen lernt, hängt stark vom sozialen und kulturellen Hintergrund ab. Genau hier setzt der Bremer Fonds mit dem neuen Schwimmprojekt „Bremen schwimmt“ an. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und Kinder auf spielerische Weise mit dem Element Wasser vertraut zu machen. So ist dann im Pflichtunterricht in der dritten Klasse ein besserer Einstieg in die Schwimmausbildung möglich.

„Bremen schwimmt“ bietet Kindern aus dem 2. Schuljahr monatliche „Wassertobetage“ an. Kein Kind braucht hier Angst zu haben, die Übungsleiter sind geschult, gehen mit ins Wasser und können somit ganz gezielt und individuell auf die unterschiedlichen Kenntnisse der Kinder eingehen. Die Kinder gewöhnen sich auf diese Weise ganz spielerisch an das Element Wasser, noch bevor der eigentliche Schwimmunterricht beginnt. Hier stehen allein der Spaß und die zwanglose Wassergewöhnung im Vordergrund.
Die Pilotphase ist im September mit fünf Huchtinger Grundschulen gestartet und wird während des gesamten Schuljahres 2009/10 in Zusammenarbeit mit dem TUS Huchting durchgeführt.