

Konflikte gewaltfrei zu lösen, aufeinander zuzugehen und miteinander zu reden. Das ist Ziel des Projektes „Anti-Aggressionstraining für Kinder“: Es startet an der Gerhard-Rohlfs-Schule im September dieses Jahres. Teilnehmer sind Schülerinnen und Schüler, die durch ihre mangelnde Konfliktfähigkeit immer wieder auffallen. Die Schule möchte mit diesem Projekt das Thema Gewalt konstruktiv angehen, die Kinder sollen aufgefangen und nicht ausgegrenzt werden, Mitschülerinnen und Mitschüler sollen geschützt werden.
Das Projekt läuft über drei Monate. Den Kindern soll bewusst gemacht werden, welche Möglichkeiten sie haben, um mit unangenehmen Gefühlen wie Ohnmacht und Wut umzugehen. Die teilnehmenden Kinder sollen durch das Training Verantwortungsbewusstsein für sich und andere sowie ein Gefühl für Fairness entwickeln. In Gruppen erarbeiten sie Wege der Konfliktbewältigung und wenden sie in inszenierten Konfliktsituationen an. Auf diese Weise sollen Aggressionen abgebaut werden und Dialoge entstehen.
Das Anti-Aggressionstraining wird in Zusammenarbeit mit einem Anbieter von Sicherheits- und Selbstbehauptungskursen in Bremen und der Sozialpädagogin der Schule durchgeführt. Die Pädagogin wird während und nach dem Projekt Gespräche mit Eltern und Klassenlehrern führen, um die Entwicklung der Kinder im Rahmen des Trainings transparent zu machen. Außerdem soll erfahrbar gemacht werden, inwieweit eine Veränderung des Verhaltens der Kinder in der Schule und zu Hause deutlich wird. Geplant ist, das Projekt in den folgenden Schuljahren durch die Sozialpädagogin weiterzuführen.